Nachbericht Demo gegen Kürzungen am 24.01.2026
Wir waren am 24.01.26 mit über 100 Leuten gegen die Kürzungen im kommunalen Haushalt Tübingens auf der Straße. Als Klimatreffen haben wir gemeinsam mit dem ver.di Ortsverein und dem DGB Kreisverband Tübingen gegen Streichungen von wichtigen Angeboten in der Kommune demonstriert. Unsere Forderung ist klar: „Nehmt das Geld den Reichen, statt bei uns zu streichen!“
Begonnen haben wir am Hauptbahnhof, wo ver.di in einer Rede klar gemacht hat, dass diese Kürzungen den kompletten öffentlichen Sektor betreffen werden und die Beschäftigten das schon jetzt deutlich spüren. Danach haben wir als Klimatreffen eine Rede gehalten, in der wir den Bezug zwischen der Aufrüstung und der Kürzungen aufzeigten. „Bei der Rüstung sind sie fix, für die Bildung tun sie nix!“. Zudem kritisieren wir ganz klar das Verhalten des Gemeinderats. Anstatt sich gegen den Sparzwang des Bundes zu stellen, führen diese einfach durch und geben dabei mit ihrem Rasenmähermodell die Verantwortung an die Verwaltung ab. Das geht gar nicht!
Nehmt das Geld den Reichen statt bei uns zu streichen! Demo gegen Kürzungen am 24.01.2026, 15 Uhr, Europaplatz
Privatisierung wegschieben, Parkplatz für alle – 11.12. 17:30 Uhr Schiebeparkplatz
Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft! Am 5.12. auf die Straße gegen die Wehrpflicht
Rechtsentwicklung, autoritärer Staat, Sozialabbau, Milliarden in die Bundeswehr und jetzt auch noch Wehrpflicht?
Das alles hat eine gemeinsame Ursache: der Kapitalismus steckt in der Krise und die Kapitalisten ringen um Einflussgebiete, Macht und Geld.
Deshalb bereitet sich auch die deutsche Politik aktiv auf
einen Krieg vor. Ein Krieg, in dem es nicht um Werte, Frieden oder Freiheit geht. Einen Krieg, der die Profite der Reichen sichern soll und in dem wir sterben sollen.
Wir erleben eine Regierung, die jede soziale Sicherheit, die es für uns
Arbeiter*innen noch gibt, auslöschen will.
[Feministische Vernetzung] 400 Menschen gegen patriarchale Gewalt auf der Straße
Der Alte Botanische Garten ist ein Ort, den Frauen und genderqueere Personen meiden sobald es dunkel wird. Genau diesen Ort haben wir heute mit Menschen, Licht und (Laut)Stärke gefüllt. Mehr als 400 Menschen hat die Wut über patriarchale Gewalt zur Kundgebung mit Küfa (danke an die Siggi11) und anschließender spontaner Demonstration auf die Straße gebracht.
Mit vier verschiedenen Reden wurden unterschiedliche Arten patriarchaler Gewalt sichtbar. Frauen helfen Frauen hat über die Kürzungen im Sozialen Bereich in Tübingen gesprochen und gezeigt wie sehr sich diese insbesondere auf Frauen und genderqueere Personen auswirken. Im Anschluss ging es bei der Rede der kurdischen Studierenden um den Widerstand von Frauen und genderqueeren Personen in Internationalen Kämpfen, zum Beispiel in Palästina, Sudan und Kurdistan. Gewalt an Frauen und genderqueeren Personen ist Alltag und wird es im Kapitalismus auch bleiben. Unsere Wut über die Gewalt die Frauen und genderqueere Personen täglich erfahren haben wir in einer Schreiminute zum Ausdruck gebracht.
Fahrraddemo mit Critical Mass zum Schindhaubasistunnel
Critical Mass-Fahrraddemo | Fr., 21. November | 18 Uhr | Uni-Bib (Wilhelmstraße 32)
Autolärm, Abgase, schlechte Überwege – das ist die Stuttgarter Straße, die die Tübinger Südstadt spaltet. Die Straße führt zu enormer Belastung durch Lärm, (Fein-)Staub und Abgase. Außerdem verspäten sich die Busse durch Staus und für Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, ist es fast unmöglich die Straße während einer der kurzen und seltenen Ampelphase zu überqueren.
Statt schon vor Jahren konkrete Maßnahmen zur Entlastung der Südstadt umzusetzen, wird immer wieder mit dem Verweis auf den Schindhaubasistunnel auf dem Rücken der Anwohner*innen gespart. Der Tunnel wird aber frühestens in den 2030ern fertig sein.
Anstatt 500 Millionen in kapitalistische Verkehrsprojekte zu stecken, braucht es jetzt schon konkrete Entlastungen für die Südstadt: Sichere Überwege und längere Grünphasen für Fußgänger*innen, konsequenten Lärmschutz und ein besseres Fahrradnetz! An erster Stelle dieser Baupläne darf nicht der Gewinn von Unternehmen, sondern müssen die Lebensqualität und Sicherheit vor Ort stehen.
Kommt mit uns auf die Straße für eine lebenswerte Südstadt! Am 21. November nehmen wir uns die Straße bei der Critical Mass-Fahrraddemo: Wir treffen uns um 18 Uhr an der Uni-Bib.
[Vortrag] 10 Jahre Pariser Klimaabkommen, 30 Jahre UN-Klimakonferenz: eine kritische Betrachtung
Wenig wird in der Klimabewegung so genau beobachtet wie die jährliche UN-Klimakonferenz (COP). Wenig wird von Politik und Medien so sehr als Erfolg verkauft, wie das Pariser Klimaabkommen von 2015.
Während in Brasilien die diesjährige COP stattfindet, spricht Line Niedeggen über ihre Erfahrungen bei den Klimakonferenzen der vergangenen fünf Jahre. Sie wird erzählen, was dort abläuft, wie die Stimmung ist, was Klimaaktivist*innen dort erreichen können und auch, warum sie dieses Jahr nicht daran teilnimmt.
Vortrag und Gespräch am Samstag den 22.11.2025 um 16 Uhr im Linken Zentrum Trude Lutz, Nauklerstr. 50 in Tübingen.
Künstlerische Aktion in der Südstadt
Am Abend des 06.11.25 sind in der Südstadt an einigen Straßenecken bunt angemalte Räder aufgetaucht. Auf Schildern, die an den Rädern befestigt wurden, lässt sich lesen: „Hier könnte ein Fahrradweg sein!”
Mit den Rädern wollen wir auf die Notwendigkeit alternativer Verkehrsplanung rund um die Stuttgarter Straße hinweisen. “Die Anwohner*innen der Südstadt werden seit Jahrzehnten mit dem Verweis auf den Bau des Schindhaubasistunnels vertröstet,” heißt es auf den Schildern.
Der Schindhaubasistunnel soll die Stuttgarter Straße entlasten, welche ein stark befahrener Teil Tübingens ist. Diese Straße führt zu enormer Belastung durch Lärm, (Fein-)Staub und Abgase. Außerdem verspäten sich die Busse durch Staus, konkret betroffen sind dabei die Linien 1, 3, 5 und 13. Für Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, ist es fast unmöglich, die Straße während einer Ampelphase zu überqueren – und das nach langen Wartezeiten bis die Ampel überhaupt grün wird. Viele Fahrradwege sind unattraktiv und stellen keine Alternative zum Auto dar.
Anstatt 500 Millionen in ein fossiles Verkehrsprojekt zu stecken, brauche es jetzt schon konkrete Entlastungen für die Südstadt. Es könne nicht sein, dass die Bedürfnisse der Anwohner*innen seit Jahrzehnten übergangen werden. An erster Stelle neuer Baupläne sollten die Lebensqualität und Sicherheit vor Ort stehen. Unter anderem fordert das Klimatreffen die Einplanung einer barrierefreien Brücke über die B27 im gerade entstehenden Modellquartier Marienburger Areal.
Wer mit uns gemeinsam auf die Misstände in der Südstadt aufmerksam machen möchte, kann sich der Critical Mass-Fahrraddemonstration am 21.11.2025 um 18 Uhr an der Universitätsbibliothek anschliessen.
[Feministische Vernetzung] Am 25.11 gegen patriarchale Gewalt auf die Straße
Wir teilen hier den Aufruf der feministischen Vernetzung im Linken Zentrum Trude Lutz zum Tag gegen patriarchale Gewalt.
Am 25.11. gegen patriarchale Gewalt auf die Straße!
Wir Frauen und FLINTA sind tagtäglich mit patriarchaler Gewalt konfrontiert: Angemacht werden in der Bahn, Catcalling auf der Straße, sexuelle Übergriffe bei der Arbeit, Stalking, partnerschaftliche Gewalt, Femizide.


