Heute streiken die Tübinger Busfahrer*innen. Am 3. Mai sollte der allererste Verhandlungstag zwischen WBO (Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen) und verdi stattfinden. Doch der WBO hat nicht mal ein Angebot vorgelegt. Deshalb rief verdi einen Warnstreik aus. Verdi fordert mindestens 500 Euro mehr und zwölf Monate Laufzeit.
Wir sagen: Für Klimagerechtigkeit müssen wir weg vom Individualverkehr und den ÖPNV stärken. Das heißt: Mehr Verbindungen, bessere Taktung, mehr (klimafreundliche) Busse, günstige Tickets. Das alles geht aber nur, wenn die, die den Bus fahren, anständig bezahlt werden und unter guten Bedingungen arbeiten können. Davon sind wir aktuell weit entfernt, bei einem zwölfstündigen Arbeitstag werden teils nur acht Stunden bezahlt, die Arbeitszeiten sind unregelmäßig und der Arbeitsalltag stressig. Viele Busfahrer*innen haben nach einiger Zeit im Job gesundheitliche Beschwerden. So kann der ÖPNV keine zukunftsfähige Alternative zum Auto sein.
Seit einigen Wochen sprechen wir regelmäßig mit den Tübinger Busfahrer*innen und bauen erste Kontakte auf. Wir möchten sie während der Tarifverhandlungen bei ihren Arbeitskämpfen unterstützen. Deshalb waren wir heute bei der Streikkundgebung am Busbahnhof, durften selber ein paar Worte sagen und sind ins Gespräch gekommen. Die Busfahrer*innen haben sich über unsere Unterstützung gefreut. Anschließend haben wir mit den Leuten gesprochen, deren Bus heute aufgrund des Streiks ausgefallen ist, Flyer verteilt und Plakate aufgehängt.
Solidarität mit den Streikenden – für eine soziale Verkehrswende!








